Das Sonnenhormon Vitamin D

    Das Sonnenhormon Vitamin D 01

Artikel 1 SCRA Magazin

September 2017

 

Verfasser:

Martin Rinderer BSc

Ernährungsdiagnostik & Beratung

Olympiazentrum Vorarlberg

 

 

Das Sonnenhormon Vitamin D – so füllen Sie auch im Winter Ihre Speicher auf

 

Sonnenschein ist nicht nur auf dem Fußballplatz oder im Urlaub erwünscht, sondern es ist auch ein wichtiger Baustein für unser Leben und unsere Gesundheit. Der körperliche wie auch der mentale Zustand hängen ganz eng mit unserer Sonne zusammen. Aber wie fördert die Sonne gute Laune, lässt uns aufwachen und müde werden und stärkt die Knochen sowie unser Immunsystem?

 

Einer der wichtigsten bekannten Faktoren ist das Hormon Vitamin D. Es wird zu einem Großteil in der Haut aus dem vielgescholtenen Cholesterin unter Einwirkung von UV-B-Licht aus der Sonne gebildet. Das inaktive Vitamin D wird dann in der Leber zwischengespeichert und bei Bedarf in der Niere aktiviert und für alle Körperzellen verfügbar gemacht. Herausragend ist, dass fast alle Körperzellen, alle Organe, die Muskulatur und auch das Gehirn empfänglich für Vitamin D sind. Darum hat dieses Hormon auch so viele wissenschaftlich nachgewiesene Funktionen und Wirkungen:

  • Regulation des Kalzium-Haushaltes
  • Knochenaufbau nach Knochenbrüchen
  • Osteoporose-Prävention und -Therapie
  • Erhaltung unser Muskelkraft und -funktion
  • 5% aller Gene werden direkt oder indirekt gesteuert
  • Verminderte Sterblichkeit durch Tumore und Herzinfarkte
  • Vorbeugung gegen Müdigkeit und Lethargie
  • Hilfe bei Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • Stärkung des Immunsystems bei Grippe und Erkältungen

 

Das sind nur ein paar Gründe warum nicht nur Sportler, sondern jeder Mensch darauf achten sollte, mit ausreichend Vitamin D versorgt zu sein.

Deshalb gilt für jeden gesunden Menschen: Raus an die Sonne. Durchschnittlich 10 bis 20 Minuten pro Tag in kurzer Kleidung und ohne Sonnencreme die Sonne genießen.

Aber was passiert in der dunklen Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr, wenn die Sonne kaum UV-B Strahlung beinhaltet? Steckt Vitamin D auch in unseren Lebensmitteln oder was hat es mit Vitamin D-Tropfen auf sich?

In Mitteleuropa ist die Zeit von Oktober bis April ein wirkliches Problem aufgrund der schwachen Sonne und der kalten Temperaturen. Es ist auch schon jahrelang bekannt, dass die Mehrheit in unseren Ländern unter einem Vitamin D-Mangel leidet. Bis zu 80% je nach Altersgruppe leiden saisonal unter einem Mangel laut den Statistiken des Robert Koch Instituts.

 

Schon die Großmutter sagte im Winter: „Nimm täglich Lebertran.“ Und es stimmt, Lebertran ist das Vitamin D-reichste Lebensmittel, aber leider ist der Geschmack mehr als gewöhnungsbedürftig. Andere Lebensmittel sind zum Beispiel viele Fischarten, Eier, Steinpilze, Schmelzkäse oder Innereien. Nur die Mengen sind leider sehr gering. Ein gesunder Erwachsener müsste täglich zum Beispiel deutlich mehr als 7 Eier essen, um seinen Bedarf im Winter zu decken.

 

Die einfachste Lösung für unsere Zeit ist mittlerweile auch nicht mehr unbekannt. Jedes Kleinkind bzw. die Eltern bekommen bei der Geburt Vitamin D Tropfen mit nach Hause. Auch für Kinder und Erwachsene ist dies die ideale Lösung für die sonnenarme Zeit. Wichtig ist dabei aber auf Qualitätskriterien zu achten, dass die Dosierung hoch genug ist abhängig vom Alter und Körpergewicht, es einen neutralen Geschmack hat, keine unnötigen Zusatzstoffe enthält, sowie auch über die Apotheke erhältlich ist.

 

Aller Anfang braucht auch einen Ausgangswert. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Vitamin D Statusmessung im Blut. Und achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Werte mindestens in der Mitte des aktuellen Referenzbereiches liegen, der auch auf Ihrer Blutanalyse angegeben ist.

 

 

 

 

 

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