Daniel Zugg – Skibergsteigen mit Spezialdisziplin Sprint

    Daniel Zugg – Skibergsteigen mit Spezialdisziplin Sprint 01

Daniel Zuggs Weg war kein klassischer. Zum Skibergsteigen kam er eher zufällig und über Umwege.

 

Ich bin nicht mit Skibergsteigen aufgewachsen, sondern ich war früher Skifahrer. Anschließend war ich dann im Bereich Mountainbike aktiv. 2012 habe ich mit dem Skibergsteigen begonnen. Ich war damals im Bundesheer, wo wir die Möglichkeit hatten sehr viel zu trainieren. Unser Ausbildner Hans Innerhofer hat das damals sehr unterstützt und hat uns z.B. auch Details über das Rennmaterial näher gebracht. Mittlerweile bin ich an der Weltspitze im Skibergsteigen angelangt“, erklärte Daniel in einem Interview beim Sportsymposium.

 

Seit 2013 startet er für das österreichischen Nationalteam im Skibergsteigen. Im September 2018 wurde Daniel als erster Skibergsteiger in eines der Heeres – Leistungszentren (HLSZ09) aufgenommen. 2015 wurde Daniel erstmals Österreichischer Meister in der Disziplin Individual, ist seither vierfacher Staatsmeister im Sprint und verbuchte bereits viele Weltcuperfolge.

 

Im Weltcup werden drei Disziplinen bestritten: Vertical (reines bergauf Rennen, ca. 20-30 Minuten), Individual (bis 2,5 Stunden freies Gelände mit mehreren Anstiegen und Abfahrten) und Sprint (Daniels Spezialdisziplin). Bei diesem wird in 6er-Heats ein Parcours durchlaufen, der den Läufern sehr viele technische Fertigkeiten abverlangt: Laufen mit Ski, Spitzkehren, Gehen, Ski auf den Rucksack, Laufen in Skischuhen durch steiles Gelände, Ski anschnallen, Felle abziehen, Riesenslalom im Offroad Gelände. Bei diesem Sport geht es also um maximale körperliche Anforderung gepaart mit technischen Fähigkeiten und speziellen Skills.

 

Betreut wird Daniel im Olympiazentrum vor allem vom Martin Hämmerle und Bea Kresser. “Die Zusammenarbeit mit Daniel ist sehr toll und interessant. Vor allem weil wir  viel über das Skibergsteigen diskutieren können – ich war ja auch in dieser Sportart unterwegs“, erklärt Martin und lobt nicht selten Daniels Einstellung zum Training: “Er hat eine unglaubliche Trainingsbereitschaft und Fokussierung, trainiert sehr viel und sehr hart und versucht immer alles perfekt umzusetzen“.

 

Seit Daniel im HLSZ ist, besteht auch die Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum. Damals vor allem im Bereich Physiotherapie, Massage und Ergänzungstraining. Durch zwei schwere Verletzungen 2020, ein Absturz beim Landeanflug im Paragliding (Handgelenksbruch und Wirbelfraktur) und ein Knöchelbruch nach einem Ausrutscher im nassen Gras, intensivierte sich die Zusammenarbeit.

 

2021 wird im Training der Fokus auf die Entwicklung der Spezialdisziplin Sprint gelegt. Martin übernahm die Gesamtplanung der spezifischen und ergänzenden Inhalte, mit dem Ziel, die Geschwindigkeit und die spezifische Belastbarkeit auszubauen. Daniel ist dabei 1-2 mal pro Woche im Olympiazentrum (vorwiegend physiotherapeutische Begleitung, Regenerationsmaßnahmen und gemeinsame Besprechung der Trainingsentwicklung), ansonsten trainiert er im Montafon, da er dort perfekte Bedingungen durch die Umgebung hat. Die Hauptinhalte bei diesem Training: Laufen, Skiroller, Rennrad, Kräftigungsübungen und tägliche Beweglichkeits- und Regenerationseinheiten.

 

 

Bilder: OZ, Maurizio Torri, Nils Lang

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