YOG-Gold für Amanda Salzgeber!

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Die Winter Youth Olympic Games (YOG) finden 2020 in Lausanne statt – mit dabei im Olympic Team Austria ist auch eine hoffnungsvolle Abordnung aus Vorarlberg. Bereits in den ersten Tagen stellte Amanda Salzgeber, die auch bei der Eröffnungszeremonie als Fahnenträgerin fungieren durfte, unter Beweis, dass sie nicht zu unrecht mit tollen Ergebnissen spekuliert hatte: Die Montafonerin holte Gold in der Alpinen Kombination, nachdem sie im Super-G noch um 4 Hundertstel an Bronze vorbeigerast war. Einen Tag nach ihrem Erfolg legte sie mit Bronze im Riesentorlauf gleich nach.

 

Am Freitag fehlten auf der eisigen Piste Willy Favre in Les Diablerets nur Sekundenbruchteile auf den ersten Erfolg: „Schade! Mein Lauf war eigentlich ganz gut, bis auf den Zielhang. Dort habe ich die Medaille liegen gelassen“, ärgerte sich die 17-Jährige. Mit Startnummer 11 war Amanda in Führung gegangen: „Es war cool, in Führung zu liegen, aber ich habe gewusst, dass auch bei den hohen Nummern noch einige schnelle Läuferinnen kommen.“ Und so war es mit Startnummer 36 die Französin Caitlin McFarlane, die Salzgeber aus den Medaillenrängen verdrängte. Da wusste sie aber schon, dass die Ausgangsposition für die Kombinatonswertung am Samstag exzellent war.

 

Da zündete die 17-Jährige im Slalom den Turbo und siegte letztlich mit fast einer Sekunde Vorsprung auf Noa Szollos (ISR/+0,95 Sek.), Bronze ging an die Super-G-Goldmedaillengewinnerin Amelie Klopfenstein (SUI/+1,11 Sek.). „Ich habe mich beim Einfahren schon relativ wohl gefühlt und diesen Flow auch zum Start und in die ersten Tore mitgenommen, ab dann habe ich einfach nur gepusht und die Ski laufen lassen“, strahlte Salzgeber im Ziel bis über beide Ohren.

 

Nur einen Tag später stand bereits die nächste Bewährungsprobe am Programm. Die 17-Jährige stürmte im Riesentorlauf in Les Diablerets von Platz 6 nach dem ersten Durchgang noch aufs Stockerl – Bronze! „Ich weiß gar nicht, was hier passiert, unglaublich – ich bin mega-happy“, konnte die junge Vorarlbergerin ihr Glück kaum fassen. „Ich habe mir nach der gestrigen Siegerehrung vorgenommen, dass ich befreit fahre. Das ist mir heute gut gelungen.“ Und mit der zweiten Medaille im Gepäck war es auch egal, dass sie Silber hauchdünn, nämlich mit dem kleinstmöglichen Rückstand, verpasste.

 

Die Halbzeitführende Rosa Pohjolainen sah bis wenige Tore vor dem Ziel wie die sichere Siegerin aus, ein schwerer Fehler im Schlussabschnitt kostete die Finnin aber Gold – und beinahe auch Silber. Aber Pohjolainen, die bereits im Kombi-Slalom mit Laufbestzeit aufgezeigt hatte, rettete eine Hundertstelsekunde Vorsprung auf Salzgeber ins Ziel. „Es waren bis jetzt immer sehr enge Rennen, alles liegt eng beisammen. Und ganz ehrlich: Die Freude über Bronze ist deutlich größer als das Ärgern über die verpassten Hundertstel.“

 

© Fotos: GEPA pictures/ÖOC

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