WM-Silber für Izzi Hämmerle!

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Von allen (und auch sich selbst) erwartete Medaillen auch wirklich zu holen, ist eine der größten Herausforderungen, die es im internationalen Spitzensport gibt. Alessandro Hämmerle hat diese Challenge in Idre Fjäll (Schweden) bei der Snowboardcross-WM mit Bravour gemeistert und sich in einem enorm spannenden Finale Silber geholt!

 

An der Favoritenrolle des Montafoners gab es keine Zweifel, sie war nicht wegzuleugnen oder klein zu reden – und Izzi hatte sie im Vorfeld angenommen und sich öffentlich eine Medaille als Ziel gesetzt. Auch wenn er in den Saisonen 2018/19 und 2019/20 jeweils den Gesamtweltcup geholt hatte und heuer eines der beiden bisherigen Saisonrennen gewonnen hatte, fehlte in seiner Vita immer noch die Medaille bei einem Großereignis. Und gerade im Snowboardcross muss am “Tag X” alles zusammenstimmen – zu oft gewinnt nicht der beste Fahrer einen Heat, sondern er wird im Rennverlauf von einem Konkurrenten in den Mann-gegen-Mann-Positionskämpfen am Kurs “abgeschossen”.

 

Am Dienstag setzte Alessandro Hämmerle mit dem Sieg in der Qualifikation gleich ein Zeichen – am Renntag knüpfte er nahtlos an: In jedem Heat, egal ob Achtel-, Viertel- oder Halbfinale, setzte er sich an die Spitze des Feldes und weil in seinem Sog meistens auch ein zweiter Fahrer recht gut mitkam, standen die beiden Aufsteiger in nächster Runde meistens recht früh fest. Allerdings war auch schon dort zu erkennen, dass die lange Zielgerade in Idre Fjäll ihre Tücken hat – aus dem Windschatten heraus konnten die Leute von hinten meistens deutlich näher kommen.

 

Im Finale mit 2 Österreichern (auch Jakob Dusek konnte sich in die Top 4 vorarbeiten) lief es ähnlich: Izzi setzte sich schnell an die Spitze, konnte allerdings gegen die Besten der Welt nicht einen Vorsprung herausarbeiten, der groß genug für die Zielgerade war. Dort konnte der zwar den rechts hinter ihm fahrenden Kanadier Eliot Grondin in Schach halten – gleichzeitig aber auch auf der linken Seite gegen seinen Kumpel, den Spanier Lucas Eguibar, zuzumachen, war nicht möglich. Der Spanier kam mit Überspeed an Izzi vorbei, der zwar wieder etwas näher kommen konnte, dem letztlich aber im Photo Finish doch ein paar Zentimeter auf den Sieg fehlten.

 

Unter dem Strich bleibt eine grandiose Leistung: Mit diesem enormen Erwartungsdruck in einer Sportart, in der ein Rennen derart schnell verloren werden kann, eine WM-Medaille zu holen, ist ganz großes Kino! Chapeau!

 

 

 

(c) Fotos: GEPA pictures, FIS Snowboarding

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