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Matthias Brändle sagt dem Profiradsport “Adieu”

    Matthias Brändle sagt dem Profiradsport “Adieu” 01

Mit 32 Jahren beendet der Ex-Stundenweltrekordler seine Karriere als Radrennfahrer und startet einen beruflichen Neubeginn.

 

Matthias Brändle beendet seine erfolgreiche Karriere als Radprofi und wendet sich neuen Herausforderungen zu. Der 32-Jährige beginnt ein berufsbegleitendes Bachelorstudium für Bauprojektmanagement. Ab Jänner 2023 startet der Hohenemser beim Rankweiler Unternehmen Inside96 und absolviert eine Ausbildung zum Projektentwickler. „Bau und Immobilien waren immer schon meine zweite Leidenschaft neben dem Radsport. Daher freut es mich sehr, dass ich diese Chance bekomme“, blickt er voraus. Die Entscheidung, die Radsportkarriere zu beenden, gestaltete sich als längerer Prozess. „Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass ich die Passion und den Spaß fürs Radfahren immer mehr verloren habe. Dazu kam eine Covid-Erkrankung, die immer noch nachwirkt und meine Leistungsfähigkeit beeinflusst. Es fühlt sich richtig an, jetzt aufzuhören“ betont Brändle.

 

Blick auf die Anfänge

Beim Pressegespräch im Radshop Pro Cycle in Bregenz zieht Brändle ein Resümee. „Ich habe diesen Ort gewählt, weil hier alles begann und es daher hier zu Ende geht. Christian Pauger war mein Entdecker und Mentor. Mein Weg als Profisportler war eine geniale Zeit, der Spitzensport hat mich geprägt. Ich habe viel über Leadership und Kameradschaft gelernt. Wichtig ist, dass der Spaß nicht zu kurz kommt, dann läuft es meist auch sportlich“, resümiert er. In den Anfängen war Brändle Mountainbiker beim RV Hohenems. „Dann hat mich Paugi zum Radrennsport gebracht. Wir waren in der Jugend- und Juniorenzeit sehr erfolgreich und haben viele Rennen gewonnen“, wirft er einen Blick zurück auf die vielversprechenden Anfänge. Vom Pro Cycle Team Bregenz wechselte Brändle zu Ista, dem Farmteam von Gerolsteiner. Danach gab es eine Station beim österreichischen Team Elk-Haus und mit 19 Jahren ist Brändle beim spanischen Footon-Servetto Team früh Profi geworden.

 

14 Jahre Profiradsport

Der Vorarlberger galt als großes Talent. Hinzu kam, dass vieles zusammengepasst hat, sodass er über den langen Zeitraum von 14 Jahren als Profi auf hohem Niveau gefahren ist. „Ich hatte sicherlich Talent, aber auch viel Glück und ein sehr gutes Netzwerk. Das war eine perfekte Mischung. Bis auf zwei Schlüsselbeinbrüche war ich außerdem nie ernsthaft verletzt. Für mich ist das Wichtigste, dass mein Körper nach vielen Jahren Spitzensport noch intakt ist“, betont der Hohenemser.

 

Tour, Giro, Vuelta und Stundenweltrekord

Der Absolvent der HTL Bregenz darf mit Stolz auf eine lange und erfolgreiche Karriere mit 23 Siegen bei UCI Rennen zurückblicken. Er machte sich früh einen Namen in der internationalen Radsportszene und war 2010 mit 20 Jahren der jüngste Giro-Teilnehmer im Peloton. Der Hohenemser hatte ausgeprägte Zeitfahrqualitäten und eroberte acht Staatsmeistertitel im Einzelzeitfahren und einen im Straßenbewerb. 2015 bestritt er als bisher einziger Vorarlberger neben dem Koblacher Wilfried Thaler (Teilnahme im Jahr 1960, DNF) die Tour de France – das bedeutendste Radrennen der Welt. Die Bilanz zeigt einen siebten Etappenplatz beim Auftaktzeitfahren der Frankreich-Rundfahrt im Einzel sowie Rang sechs im Teamzeitfahren mit IAM Cycling. Weiters startete Brändle sechs Mal beim Giro d’Italia und zwei Mal bei der Vuelta a Espana – zuletzt in diesem Jahr. Zu seinen Karrierehighlights zählen der Stundenweltrekord mit 51,852 Kilometern, den er im Jahr 2014 in Aigle (SUI) aufgestellt hatte. Im selben Jahr feierte er zwei Etappensiege bei der Tour of Britain und wurde zum österreichischen Radsportler des Jahres gekürt. 2015 durfte er über einen Etappensieg bei der Tour of Oman jubeln. Herausragend war zudem sein zweiter Platz im Zeitfahren des Giro d’Italia im Jahr 2016, als er sich nach 47 Kilometern im Einzelzeitfahren um nur neun Sekunden gegen den späteren Vuelta-Sieger Primoz Roglic geschlagen geben musste. Einzig eine Olympiateilnahme blieb ihm verwehrt.

 

Erfahrung weitergegeben

Als schönste Zeit in der Top-Liga bezeichnet der Zeitfahrspezialist die Jahre beim Schweizer IAM Cycling Team. „Der Spaßfaktor war hoch und wir Fahrer haben sehr gut harmoniert. Mit IAM konnte ich auch den Stundenweltrekord feiern – das waren unvergessliche Momente“, blickt Brändle zurück. Sehr gute Erinnerungen hat er an seine Anfänge mit Tour de France Sieger Carlos Sastre als Mannschaftskollegen bei Geox-TMC. Zuletzt war Brändle Fahrer des erstklassigen Israel Premier Tech Teams. „Hier habe ich meine Erfahrung an die jungen Profis weitergegeben. Wir sind dann enorm schnell gewachsen und dieses Jahr war schwierig, sowohl für das Team als auch für mich persönlich. Jetzt stehen wir am Scheideweg. Für mich geht die Karriere zu Ende und das Team steht in der WorldTour auf dem Abstiegsplatz“, resümiert der Hohenemser.

 

Dank an Wegbegleiter

Brändle nimmt ohne Wehmut Abschied. „Als Profi musste ich auf vieles verzichten. 180 Tage pro Jahr habe ich in Hotels auf der ganzen Welt verbracht, das gesamte Leben war nach dem Sport ausgerichtet. Ich freue mich auf das, was kommt.“ Sein Dank gilt seiner Familie, die ihn immer zu hundert Prozent unterstützt hat, und seinen Freunden. „Sie waren immer für mich da, auch wenn ich selten zuhause war. Ein sehr wertvoller Partner war das Olympiazentrum Vorarlberg, das mich schon als Nachwuchssportler in meiner Karriere begleitet hat. Das ist eine sehr wichtige Institution für Vorarlbergs Spitzensportlerinnen und -sportler“, so der Ex-Stundenweltrekordler. Abschließend bedankt er sich bei allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben – bei Trainern, Funktionären, den diversen Sponsoren, Medien und Fans. „Sie alle waren ein Teil meines Erfolgs, denn ohne ihre Unterstützung wäre mein Werdegang nicht möglich gewesen”, betont Brändle abschließend. Damit verlässt ein bescheidener Athlet, der Großes erreicht und Meilensteine für die nächste Vorarlberger Generation gesetzt hat, die Radsportbühne.

 

Matthias, wir haben dich sehr gerne unterstützt und begleitet. Wir ziehen den Hut nicht nur vor einer großartigen sportlichen Karriere sondern vor allem auch vor dir als Mensch, der immer bodenständig geblieben ist und der immer auch versucht hat, jungen Sportlern zu helfen. So gab es über viele Jahre Trainingsgemeinschaften mit langen Ausfahrten mit jungen Triathleten und Radfahrern und auch für den einen oder anderen Kilometer mit Amateuren war sich Matthias nie zu schade.

 

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© Fotos: CAuldPhoto, Sprintcyclingagency, Angelika Kaufmann-Pauger, GEPA pictures

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