Schmelz erhält „Olympiazentrum“-Lizenz

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Das Österreichische Olympische Comité hat heute im Vienna Marriott Hotel die Universität Wien – d.h. das Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport und das Österreichischen Institut für Sportmedizin auf der Schmelz – als Olympiazentrum zertifiziert. Das OZ Wien ist nach Olympiazentrum Vorarlberg (Dornbirn), Campus Sport Tirol (Innsbruck), dem OZ Kärnten (Klagenfurt) , Sportland Oberösterreich (Linz) und Salzburg-Rif das insgesamt sechste Olympiazentrum in Österreich.

 

„Es geht darum, für unsere Top-Athleten ein Trainings- und Betreuungsumfeld zu schaffen, das höchsten internationalen Maßstäben genügt“, erklärte ÖOC-Präsident Dr. Karl Stoss am Rande der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Es war höchste Zeit, dass auch in Ostösterreich ein Olympiazentrum installiert wird.“ Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, meinte: „Wissenschaft und Sport haben in Österreich eine lange partnerschaftliche Tradition, die mit diesem Zentrum weiter gestärkt wird. Für unsere Athletinnen und Athleten bietet die Anbindung an das umfangreiche Wissen der Universitäten eine Erweiterung der Wettkampfvorbereitung.”

 

Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, verwies auf internationale Erfolgsbeispiele: „Erfolg im Sport benötigt auch Wissenschaft. Dies wurde eindrucksvoll beim America’s Cup 2007 gezeigt, den das Schweizer Boot Alinghi mit von der ETH Lausanne – auch mit Hilfe von Mathematik – konstruierten Segeln gewann. Das OZ Wien wird dem österreichischen Sport die wissenschaftliche Kompetenz der Universität Wien anbieten können.“ Univ. Prof. Dr. Norbert Bachl skizzierte die umfangreichen Betätigungsfelder in den Bereichen Sportmedizin, Biomechanik/Informatik, Sportwissenschaft, Physiotherapie/Massage bis hin zur Forschung: „Die Trainingssteuerung und Planung wird zunehmend komplexer, das gilt auch für die sportmedizinische Begleitung des Athleten. Ohne Wissenschaft und Forschung hast du heutzutage im Kampf um Olympia-Medaillen kaum noch eine realistische Chance.“

 

Die Lizenzierung zum „Olympiazentrum“ ist seit der Neustrukturierung im Jahr 2013 an eine Reihe von infrastrukturellen, sportmedizinischen und sportwissenschaftliche Auflagen gebunden. Die intensive Zusammenarbeit untereinander, die Einhaltung von internationalen Qualitätsstandards und ein permanentes Monitoring wurden verpflichtend vorgeschrieben. In den letzten beiden Jahren wurden zahlreiche Olympiaprojekte lanciert: Materialentwicklung, Trainingsplanung und Leistungsdiagnostik für Rodler, Skeleton-Fahrer und Eisschnellläufer (in Innsbruck), die Entwicklung einer webbasierten Trainingsdokumentation und Trainingsanalyse-Software (Salzburg) sowie neuer Leistungsdiagnostik-Methoden (Klagenfurt), die Rundum-Betreuung der Snowbaordcrosser (Dornbirn) und der Einsatz einer Unterwasser-Videoanalyse im täglichen Schwimmtraining für Lisa Zaiser, David Brandl & Co. (Linz).

 

„Seit 2013 hat sich viel zum Positiven verändert. Heute erscheint es uns fast selbstverständlich, dass sich die Vertreter der Olympiazentren permanent untereinander austauschen, vernetzt sind – die tagtägliche Kommunikation untereinander bzw. mit dem Ausland gepflegt wird“, bekräftigte ÖOC-Generalsekretär Dr. Peter Mennel.

 

Copyright-Foto: ÖOC

 

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