Ringen: Kooperation mit den deutschen Athletinnen und U23 WM Absage

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Intensiver Lehrgang für Vorarlbergs Ringerinnen

 

Florine Schedler (URC Wolfurt) und Jeannie Kessler (KSK Klaus) haben jüngst an einem Kaderlehrgang in Hennef (Nordrhein-Westfalen) teilgenommen. Für beide Athletinnen des Ringsportverbands Vorarlberg war es insgesamt eine sehr gute Erfahrung für ihre weiteren Entwicklung. Auch ÖRSV-Sportdirektor Jörg Helmdach, der zu Gesprächen in Hennef war, nutzte die Chance, um sich ein Bild von beiden zu machen.

 

Rund 570 Kilometer vom Ländle entfernt waren beide RSVV-Athletinnen eine Woche lang täglich gefordert. Jeannie Kessler war froh, andere Trainingspartnerinnen zu haben. Denn auf der heimischen Matte wartet kaum Abwechslung. Sie trainiert meist mit Florine Schedler oder mit den Jungs im Verein. Aufgrund einer Ellenbogenverletzung konnte sie nicht alle Einheiten intensiv mitmachen. Zwei Trainingskämpfe absolvierte sie dennoch. Ihren Auftritt attestiert sie wie folgt: „Es war nicht so schlecht, aber auch nicht so gut. Wichtig war mir zu sehen, wo ich im Moment stehe. Ich weiß, dass ich Gas geben muss“, zeigt sie sich selbstkritisch. Für ÖRSV-Sportdirektor Jörg Helmdach habe Kessler ihr Bestes gegeben, trotz ihres Handicaps mit dem Ellenbogen. „Sie hat die Zähne zusammengebissen.“

 

Florine Schedler konnte nach ihren Rückenblessuren den Lehrgang in Hennef ohne Probleme zu Ende bringen. Obwohl die Einheiten zum größten Teil technikorientiert stattfanden, „kann ich mit Gewissheit sagen, dass ihr das für die nächsten Maßnahmen an Sicherheit gibt“, betonte Jörg Helmdach. Insgesamt freute sich der ÖRSV-Sportdirektor über die Kooperation mit den deutschen Ringerinnen.

 

Wenn Anfang Oktober Hennef erneut Austragungsstätte eines Lehrgangs sein wird, wird Jeannie Kessler fehlen. Zu diesem Zeitpunkt steckt sie in der Grundausbildung beim Bundesheer in der Steiermark. „Ihre Möglichkeiten werden sich dadurch enorm verbessern, da sie sich dann mehrmals täglich dem Ringkampfsport widmen kann“, so Kai Nöster, hauptamtlicher Landestrainer des RSVV. Mit Celine Denz wird in Hennef dann eine aufstrebende Athletin neben Florine Schedler an den Einheiten teilnehmen. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt zum festen Stamm der Frauen-Nationalmannschaft gehöre und selbst der RSVV unterstützt mich auf ganzer Linie.“ Sie wird auf Grund ihrer sehr guten Einstellung und Trainingsbereitschaft bei solch einem hochwertigen Trainingslager große Fortschritte machen, ergänzte Nöster. Denz ist nun die dritte Athletin, neben Florine Schedler und Jeannie Kessler, die der Ringsportverband Vorarlberg in der Altersklasse Junioren auf die Matte schickt.

 

Absage der U23-Weltmeisterschaft in Finnland

 

Die Hiobsbotschaft erreichte die Freistilringer auch beim internationalen Lehrgang in Heidelberg (Deutschland): Das Aus der U23-Weltmeisterschaft im finnischen Tampere. Die Austragung der Titelkämpfe war für viele Ringer noch ein Lichtblick, eine Perspektive im wohl chaotischsten Sportjahr überhaupt. Davon betroffen sind auch Florine Schedler (URC Wolfurt) und Simon Hartmann, die mit aller Wahrscheinlichkeit dabei gewesen wären. Der Klauser stand jüngst mit seinem Vereinskollegen Johannes Ludescher in Baden-Württemberg auf der Matte.

 

„Ich habe so auf die WM in Finnland gehofft“, ist die Enttäuschung bei Simon Hartmann weiterhin anzusehen. Schon das erste Highlight in diesem Jahr, die Heim-U23-EM in Wals fiel der Corona-Pandemie zum Opfer, jetzt auch die Junioren-WM. „Wir Ringer betreiben einen so enormen Aufwand, trainieren das gesamte Jahr auf solche Großereignisse hin und es findet kein Turnier statt. Unser Sport lebt von Wettkämpfen und Meisterschaften dieser Art“, fühlt sich Hartmann schon wie ein Hobbysportler. Glücklicherweise finden noch Trainingslager statt wie jüngst in Heidelberg.

 

Rund 50 Ringer kamen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen. Zweimal wurde täglich trainiert, den Athleten alles abverlangt. Auch Johannes Ludescher kam in der Universitätsstadt immer wieder an seine Grenzen. Besonders die Trainingskämpfe hatten es ihm besonders angetan. „Ich hatte gute Gegner, hier lerne ich am meisten“, verweist er dabei auf ein Duell gegen den Iraner Asghar Laghari, der in dieser Saison für den Bundesligisten RKG Reilingen-Hockenheim auf die Matte geht. Der Schwergewichtler aus dem Ländle besiegte seinen Trainingspartner mit 6:0-Wertungspunkten. Als Kai Nöster, hauptamtlicher Landestrainer des RSVV, davon hörte, klatschte er Beifall. Ludescher selbst hatte bei dieser internationalen Maßnahme auch adäquate Trainingspartner. „Jeden Tag gab es knackige Einheiten. Ja, in Heidelberg ging es schon ans Eingemachte.“

 

Für ÖRSV-Sportdirektor und Bundestrainer Freistil Jörg Helmdach seien solche Maßnahmen besonders wertvoll. „Ich bin sehr dankbar und würde mir wünschen, dass solche Trainingseinheiten öfter veranstaltet werden.“ Gerade in Corona-Zeiten sind Flugreisen und Lehrgänge – egal wohin – mit einem gewissen Mehraufwand zu leisten. Von daher zieht Helmdach ein mehr als positives Fazit nach dem Auftritt der österreichischen Athleten. Denn neben Ludescher und Hartmann war auch die Walser Gabriel Janatsch und Simon Marchl sowie Benjamin Greil und Timon Haselwander (beide RSC Inzing) mit dabei.

 

Quelle: RSVV

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