Platz 8 für Elisa Hämmerle im Balken-EM-Finale

    Platz 8 für Elisa Hämmerle im Balken-EM-Finale 01

Elisa Hämmerle gelangen bei der Kunstturn-Europameisterschaft in Mersin (Türkei) an allen drei Geräten, an denen sie in der Qualifikation angetreten ist, sehr starke Küren. Am Schwebebalken wurde sie dafür mit dem Einzug ins Gerätefinale der besten Acht belohnt.

 

Am Stufenbarren und Boden verfehlte die 25-jährige Lustenauerin die Medaillen-Entscheidungen am Sonntag als jeweils zweite Final-Reservistin knapp: „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, konnte drei solide Übungen zeigen. Dass es fürs Balkenfinale gereicht hat, obwohl ich keine Akroserie hatte, freut mich besonders.“

 

Zum Auftakt am Schwebebalken turnte Elisa Hämmerle ihr Programm stabil durch. Ein Wackler zwischendurch sowie eine nicht anerkannte Sprungkombination bewirkten schließlich 12.066 Punkte. Das enttäuschte anfangs, bedeutete dennoch am Ende die achte und letzte Position für das Finale. Bemerkenswert: Die bereits fix für die Olympischen Spiele qualifizierte Österreicherin erhielt die zweithöchste Ausführungsnote des gesamten Feldes.

 

Dasselbe Kunststück gelang Hämmerle am Boden, wo sie wie am Balken am „zweitschönsten“ von allen turnte. Allerdings übertrat sie einmal bei einer Landung die Begrenzungslinie der Wettkampffläche und kassierte dafür zwei Zehntel Penalty (12.266 Punkte). Genau dieser Abzug kostete sie schließlich an diesem Gerät den Finaleinzug, da sie im Schwierigkeitswert hinter der Spitze zurücklag.

 

Nachdem sie auf ein Antreten im Sprungbewerb wie geplant verzichtet hatte, gelang Elisa Hämmerle zum Abschluss am Stufenbarren eine bestens durchgeturnte Übung (12.333 Punkte). Auf Gesamtrang 12 bedeutete dies erneut die zweite Final-Reserveposition.

 

Im Finale gelang Elisa am Schwebebalken leider keine Kür nach Wunsch, sie stürzte zweimal. Da die anderen sieben Finalistinnen gut durch ihre Programme kamen, blieb für die 25-jährige Lustenauerin am Ende der achte Platz. Sie verzeichnete Sturz Nr. 1 schon beim ersten Element direkt nach dem Aufgang, den zweiten mittendrin bei den Pirouetten: „So schön und exakt mir die Übung in der Qualifikation gelungen ist, so fehlerhaft war sie heute. Ein schwerer Fehler gleich zu Beginn wirkts sich meistens nie wirklich gut auf den Rest aus. Ich bin mit 100 Prozent in den Wettkampf gegangen, doch die – im wahrsten Sinn des Wortes – Gratwanderung ist misslungen.“

 

Für die Statistik sei erwähnt: Das war dennoch Österreichs erste Turnerinnen-EM-Gerätefinal-Teilnahme überhaupt – und damit das beste Frauen-EM-Ergebnis. Insgesamt ist Elisa Hämmerles achter Platz am Schwebebalken 2020 das bislang siebentbeste österreichische Turn-EM-Ergebnis der Geschichte.

 

Daymon Montaigne-Jones, US-amerikanischer Coach an ihrem holländischen Trainingsort, betreute Elisa Hämmerle bei der EM in Mersin. Er stellte in seiner Einschätzung gar nicht die direkten Ergebnisse in den Vordergrund: „Ich bin zufrieden. Unser EM-Ziel war vor allem, nach der langen internationalen Pause zurück in den Wettkampf-Rhythmus zurück zu kommen und Inspiration für die weitere Olympia-Vorbereitung zu erhalten. Das ist uns gut gelungen. Ab jetzt geht es um die Verbesserung der Schwierigkeitswerte, um die Übungen auf ein nächsthöheres Level aufzustocken.“

 

 

© Text (adaptiert): ÖFT, Fotos Thomas Schreyer/ÖFT

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