Sport- und Bewegungskultur: Kindermarathon wesentlicher Baustein

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Die übergeordnete Zielsetzung der Vorarlberger Sportstrategie ist die Förderung einer Sport- und Bewegungskultur. Dazu ist ein komplexes Netz an Einzelmaßnahmen nötig, die in der Sportstrategie zu 35 Strategien zusammengefasst sind. Ich möchte nur manche Elemente nennen, das Gesamtbild, das hier nachzulesen ist, würde den Rahmen sprengen. Ein sehr wesentliches Element dabei ist der Kindermarathon – stellvertretend für viele Kinderläufe und Kinderwettbewerbe in Vorarlberg.

 

Genauso wichtig wie Spitzensportler als Vorbilder und Leuchtturm-Events wie Weltcups als Motivationsspritzen ist die permanente Arbeit daran, dass jede Vorarlbergerin und jeder Vorarlberger unabhängig vom Alter zu Bewegung animiert wird. Die unbestreitbaren Wirkungsprinzipien sind “Die Spitze motiviert zur Breite” und “Aus der Breite wächst die Spitze”. Es gibt kein Entweder-Oder, beide Bereiche haben ihren Stellenwert – und viele Institutionen (Fachverbände, Dachverbände, Vereine, Schulen, Arbeitgeber, …) haben dabei wichtige Aufgaben. Auch wenn in punkto Bewegung in Österreich ein klares West-Ost-Gefälle besteht (umso weiter im Westen umso mehr Bewegung), bleibt auch in Vorarlberg hier noch mehr als genug zu tun.

 

Der Kindermarathon erfüllt dabei zwei Aufgaben: Kindern soll ohne Leistungsdruck vermittelt werden, wie viel Spaß Bewegung macht, und das Thema “Bewegung” soll in Familien- und Schulstrukturen getragen werden (genauso wichtig wäre übrigens auch das Thema “Ernährung” – Bewegung und Ernährung gehen immer Hand in Hand und sind gemeinsam wesentlich an der psychischen Gesundheit beteiligt).

 

Die Landesinitiative Vorarlberg >>bewegt hat seit ihrer Gründung im Jahr 2007 eine zentrale Aufgabe in der Förderung der Bewegungskultur – dass neben dem Sportreferat (Michael Zangerl, Sonja Spieler) im Wesentlichen vier Mitarbeiterinnen des Olympiazentrums (Geschäftsbereich Fitness- und Gesundheitsmanagement) für die Abwicklung der Aktionen und die Weiterentwicklung der Initiative zuständig sind, macht sehr viel Sinn (auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich klingt). Die Organisation des Kindermarathons dient aber definitiv NICHT der Talentsichtung 😉

 

Einerseits profitieren die Aktivitäten vom Know-how aus dem Spitzensport, andererseits ist macht es Sinn, die gesamte Bewegungskarriere zu begleiten und zu fördern, dabei Einblicke in die Problemstellungen auf dem gesamten Weg zu bekommen und daraus Ansätze zur Unterstützung zu gewinnen, die wiederum in ein Gesamtsystem mit funktionierenden Schnittstellen eingebettet sind. Nachdem das Olympiazentrum Aufgaben am “späteren” Ende der Bewegungskarriere (Fachverbände, Einzelspitzensport, tw. Mannschaftsspitzensport) hat, ist es nur richtig, auch Aktivitäten am Anfang der Bewegungskarriere zu setzen.

 

Bei kaum einem Event in Vorarlberg ist die Begeisterung für Bewegung und Sport so stark spürbar wie beim Kindermarathon (es lohnt sich nicht nur die Teilnahme – auch das rein passive Zuschauen sei jedem ans Herz gelegt). Da macht es auch nichts aus, wenn der eine oder andere Stolperer (wie im Video) dabei ist – die Kinder stehen einfach wieder auf und laufen weiter … So wie es später im Leben auch wichtig ist!

 

 

© Fotos: sparkasse-3-laender-marathon.at

 

Dieser Beitrag gibt des persönliche Meinung des Autors wieder.

 

Verfasser:

Sebastian Manhart, Geschäftsführung Olympiazentrum Vorarlberg

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