International Coaching Week: Christoph Kraxner, Landestrainer Ski Nordisch

    International Coaching Week: Christoph Kraxner, Landestrainer Ski Nordisch 01

VARIOUS SPORTS - Vorarlberger Sportnacht

 

Mein Name ist Christoph Kraxner, ich bin 36 Jahre alt, gebürtiger Steirer und seit mittlerweile 9 Jahren in Vorarlberg. Als Sportdirektor und Landestrainer Nordisch bin ich für alle 4 Referate im Vorarlberger Skiverband verantwortlich (Langlauf, Biathlon, Sprunglauf und Nordische Kombination), v.a. im organisatorischen Bereich, aber auch in der direkten Athletenbetreuung (v.a. OZ und Sportgymnasium Dornbirn)

 

Was hast du für einen sportlichen Hintergrund? Warst du selbst mal Athlet?

Ich war selbst Langläufer, kam mit neun Jahren zu diesem Sport und war bis zum 20 Lebensjahr aktiv tätig, nach der Matura am Schigymnasium Stams beendete ich auch meine aktive Karriere, da die beruflichen und sportlichen Perspektiven fehlten.

 

Wie bist du zum Coaching gekommen, was hat dich dazu motiviert?

Die Instruktoren Ausbildung Langlauf konnten wir schon in unserer Stams Zeit absolvieren und ich begann schon direkt nach der Matura meine Trainerkarriere beim SK Telfs; Ich wollte und will die Faszination der Sportart Langlauf (mittlerweile auch Biathlon und Skisprung) an Nachwuchsathleten vermitteln und meine eigenen Erfahrungen weitergeben.

 

Was sind die Highlights aus deiner sportlichen Vergangenheit als Trainer?

Ich sehe mich als Nachwuchs Trainer und in dieser Tätigkeit ist für mich das größte Highlight, wenn wir jungen Athleten helfen können, den Weg, den sie selbst eingeschlagen haben, weiterzuverfolgen und verwirklichen zu können. (z.B.: bestandene Aufnahmeprüfung in ein Leistungszentrum, ÖSV Kaderqualifikation, o.ä.). Am meisten Freude empfinde ich, wenn ich einen ehemaligen Athleten treffe, der seine aktive Karriere beendet hat und den Sport weiterhin mit Begeisterung ausübt – dann habe ich vieles richtig gemacht!

 

Welche Fähigkeiten braucht ein Coach?

Geduld, Motivation und Begeisterung für das, was er täglich macht!

 

Beschreibe deinen Coaching Stil… 

Ruhig, besonnen, organisiert und als Begleiter der Athleten am Weg zur Selbstständigkeit.

 

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus und wie läuft dein Arbeitsalltag ab? Welche Routinen gibt es? 

Aufgeräumt und organisiert – Gott sei Dank gibt es keinen „Alltag“, jeder Tag ist anders als der vorige und genau das macht diese Arbeit so spannend! Eine der wenigen Routinen ist der Weg zur Kaffeemaschine, bevor der Computer eingeschaltet wird.

 

In welcher Rolle siehst du dich während Wettkämpfen?

Beobachter und mentale Stütze – direkt eingreifen können wir eh nicht mehr, jeder Athlet sollte zu diesem Zeitpunkt wissen, was er zu tun hat. Im Langlauf und Biathlon bin ich während der Wettkämpfe ohnehin als Servicemann tätig und bereite die Ski der Athleten vor, damit auch der Teil bestmöglich betreut ist.

 

Welchen Ratschlag würdest du Coaches geben die gerade am Anfang ihrer Tätigkeit stehen? 

Bleib dir selbst treu und authentisch und versuche, deinen eigenen Weg zu finden. Trau dich, Fehler zu machen, denn nur so lernt und wächst man.

 

Was ist dein größter Traum in Bezug auf deine sportliche Tätigkeit? 

Eine Olympiamedaille eines Vorarlberger Athleten aus meinen Sportarten feiern zu dürfen und zu wissen, dass wir zumindest einen kleinen Teil zu dieser Medaille beitragen konnten.

 

 

Vervollständige:

 

  • Ein guter Tag beginnt mit…einem Lächeln meiner beiden Töchter und Kaffee!
  • Nervös macht mich…Reden vor großem Publikum, ich bin ein Mann der Tat, nicht der Worte.
  • Den größten Einfluss auf mich hat…meine Familie
  • Sommer oder Winter? Definitiv Winter, alles über 25°C ist für mich nichts
  • In den Wahnsinn treibt mich…Ungerechtigkeit
  • Wenn ich meinen jetzigen Beruf nicht hätte wäre ich…Lehrer für Englisch und Geschichte
  • Mein Ritual vor Wettkämpfen ist…hab ich keines, am ehesten das Einschwören der Athleten, ihr Bestes zu geben und (trotzdem) Spaß zu haben (bright eyes)!
  • Glück bedeutet für mich…jeden Tag gesund aufstehen zu können!
  • Ein Laster von mir ist…alles bis zum spätest möglichen Zeitpunkt aufzuschieben
  • Das verrückteste Erlebnis in meiner sportlichen Laufbahn war…als österreichischer „Noname“ Langläufer bei den EYOF 1997 in Sundsvall, Schweden dutzende Autogramme für begeisterte schwedische Schulkinder zu schreiben.
  • In meinem Kühlschrank darf nie fehlen…Schokolade
  • Der beste Song aller Zeiten ist…“Hearts On Fire“ von Hammerfall

 

 

Wordrap:

 

  • Sieg – feiern wir alle gerne!
  • Niederlage – genauso wichtig wie der Sieg!
  • Training – sollte kein Muss sein, muss aber sein.
  • Spitzensport – erreichen nur wenige!
  • Lebensmotto – Nihil est in intellectu, quod non fuerit in sensu.
  • Kritik – gehört dazu, hört man aber meist nicht gern!
  • Nachwuchs – meine beiden Lieblinge und sportlich: die Basis des Erfolgs!
  • Stärken – Begeisterung
  • Schwächen – sollte jeder haben
  • Vorbild – als aktiver Langläufer: Vegard Ulvang; als Trainer – am ehesten Mika Kojonkoski (finnischer Skisprungtrainer) – seine Philosophie der „bright eyes“ (Spaß am Sport) hat mich inspiriert.

 

 

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