David Bargehr und Lukas Mähr trainieren am Neusiedler See

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Das 470er-Duo David Bargehr und Lukas Mähr hat Anfang Mai am Neusiedler See das Training am Wasser wieder aufgenommen. Unter bestmöglichen Bedingungen arbeiten die beiden Vorarlberger im Bundesleistungszentrum gemeinsam mit Sportdirektor Matthias Schmid als Trainer und dem zweiten 470er-Team akribisch auf die Olympia-Quali hin.

 

Gesamtpaket Neusiedler See ist die beste Wahl
Die beiden Olympia-Aspiranten entschieden sich wegen des Gesamtpakets für den Neusiedler See. „Der Neusiedler See ist ein großartiges Revier, das für ein Binnengewässer enorm windsicher ist. Es herrschen hier drehende Winde mit vielen ‚ups and downs‘. Für das Training ist das optimal, da wir unter komplexen Bedingungen arbeiten können. Natürlich fehlt die Dünungswelle, die lässt sich am Neusiedler See nicht simulieren,“ beschreibt der Steuermann die Bedingungen. „Außerdem werden uns mit dem Bundesleistungszentrum optimale Trainingsmöglichkeiten geboten. Von Kraftkammer bis zum kognitiven Training steht uns hier die volle Palette zur Verfügung“, so der 30-jährige Bregenzer, der die Vorzüge des exklusiv für Kadersegler geöffnete Bundesleistungszentrums genießt. Dabei werden sämtliche Auflagen strikt eingehalten.



Sportdirektor als Coach
Ein weiterer Beweggrund für den Neusiedler See war die Möglichkeit, dass im Bundeleistungszentrum Sportdirektor Matthias Schmid als Coach zur Verfügung steht. 470er-Klassen-Trainer Mate Arapov aus Kroatien kann aufgrund der aktuellen Bestimmungen den Trainingbetrieb noch nicht persönlich führen, befindet sich aber im ständigen Austausch mit seinem Team. „Mit Matthias Schmid arbeiten zu können, ist das Beste was uns in dieser Situation passieren kann,“ sagt Lukas Mähr. Der Sportdirektor, der 2016 noch selbst als Athlet bei den olympischen Spielen teilgenommen hat, genießt ebenfalls die direkte Arbeit am Wasser, auch wenn er nun zwei Full-Time-Jobs auszuführen hat. „Für mich ist es richtig cool, direkt mit Athleten arbeiten zu können aber auch eine Herausforderung. Eine Bootsklasse als Trainer zu betreuen ist schon allein eine tagesfüllende Aufgabe. Mir war aber bereits von Beginn meiner Tätigkeit als Sportdirektor an die Arbeit am Wasser enorm wichtig. Nur am Wasser spür und weiß ich, was die Athleten benötigen und kann als Sportdirektor genau dafür kämpfen“, beschreibt Matthias Schmid, der nach den ersten beiden Wochen des Trainingslagers ein äußerst positives Zwischenresümee zieht. „Wir hatten sehr gute Trainingsbedingungen mit einem einzigen Ausfalltag, an dem kein Wind war. Dafür, dass Lukas und David nach langer Zeit den ersten Kontakt am Wasser hatten, war es exzellent. Wir haben intensiv und effizient gearbeitet und dabei stets eine äußerst positive Stimmung gehabt“, so Schmid, der sich nicht als Ersatz für einen Klassentrainer sieht. 



Rost wurde schnell abgelegt
„Es ist ein großartiges Gefühl wieder am Wasser zu sein“, zeigt sich David Bargehr nach den ersten beiden Wochen des Trainingslagers sichtlich zufrieden. „Wir haben in intensiven Einheiten den Fokus auf das Wiederreinfinden in die Routine des normalen Segelalltags gelegt,“ ergänzt Lukas Mähr. „Wir waren uns Anfangs selbst nicht sicher, wie viel von der Sicherheit verloren gegangen sein könnte. Wir sind aber nach der 50-tägigen Pause schnell wieder reingekommen und spätestens nach dem ersten Trainingsblock wurde der Rost wieder abgelegt. Dass wir uns in der Quarantäne jeden Tag intensiv mit Segeln beschäftigt haben, hat den Wiedereinstieg deutlich erleichtert,“ so der Bregenzer Vorschoter.



Zweites Boot ist Gold wert
Neben David Bargehr und Lukas Mähr ist mit Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka auch das zweite 470er-Team am Neusiedler See stationiert. „Niko und Tommy als Trainingspartner sind für uns Gold wert. Nur ein zweites Boot kann dich am Wasser fordern und zu schnellen Reaktionen zwingen. Aus diesen Gründen können gute Trainingspartner sogar wichtiger als ein Trainer sein. Glücklicherweise haben wir hier beides“, unterstreicht David Bargehr. 



Sport ist nicht immer planbar
Die WM-Dritten von 2017 haben mit der Olympia-Qualifikation für Tokyo 2021 noch einen wichtigen Meilenstein vor sich, ohne zu wissen, wann die Entscheidung folgt. „Der Sport ist nicht immer planbar. So ist es auch mit der Olympia-Quali. Wir können es nicht beeinflussen, wann die nächsten Regatten sind oder die Qualifikation stattfindet. Was wir aber in unserer Hand haben ist, wie wir die Zeit bis dahin nützen. Es sind alle Nationen in mehr oder weniger derselben Situation. Jede einzelne Minute am Wasser gibt uns die Kraft und das Durchhaltevermögen eine Hürde nach der anderen zu nehmen. Wir sind brutal motiviert und investieren alles, um unser Ziel zu erreichen“, zeigt sich David Bargehr selbstbewusst.

Quelle: Austrian Sailing Federation

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