5 VSV-Damen im neuseeländischen Schnee

    5 VSV-Damen im neuseeländischen Schnee 01

Österreichs alpine Ski-Asse tauschen derzeit den heimatlichen „Sommer“ (falls man ihn so bezeichnen kann) mit dem Winter auf der Südhalbkugel und bereiten sich in Neuseeland auf die kommende Saison vor. Mit dabei sind auch die Mädels vom VSV – Nina Ortlieb, Elisabeth Kappaurer, Kerstin Nicolussi, Ariane Rädler und Christine Scheyer. Wir haben uns mit den Athletinnen unterhalten und Einblicke in ihre Tagesabläufe am anderen Ende der Welt bekommen.

 

Wo genau seid ihr?
Ariane: Wir sind am Lake Wanaka, auf der Südinsel Neuseelands. Hier gibt’s im engeren Umfeld drei Schigebiete … „unseres“ heißt Treble Cone.

 

Von wann bis wann seid ihr da? Sind außer Euch andere Vorarlberger auch noch mit in Neuseeland?

Ariane: Wir sind in etwa 4 Woche in Neuseeland, angekommen sind wir dem 12. August, der Rückflug geht am 8. September.
Kerstin: Mit Servicemann Lucas Beck haben wir Vorarlberg Verstärkung mitgenommen 😉

 

Um diese Zeit pilgern viele Ski-Teams nach Neuseeland. Was macht Neuseeland so besonders als Trainingslager vor dem Saisonstart?
Christine: Der Schnee ist ähnlich wie bei uns im Winter und nicht vergleichbar mit Gletscherschnee. Zudem liegt Neuseeland niedriger als die europäischen Gletscher, was mehr Trainingsfahrten pro Tag möglich macht.
Nina: Auch das Wetter ist hier eher besser und beständig, was am Gletscher oft große Probleme bereitet. In Europa sind wir immer auf klare und damit kalte Nächte angewiesen, damit es wieder durchfriert …

 

Welche Teams sind noch vor Ort? Habt ihr viel Kontakt mit Läuferinnen aus anderen Ländern?
Kerstin: Über Facebook und Instagram wissen wir, dass USA, Norwegen und Kanada auch da sind – getroffen haben wir bislang niemand, wir sind immer in unterschiedlichen Gebieten unterwegs.

 

Wie sieht euer Tagesablauf aus?
Elisabeth: Im Wesentlichen sind alle Tage gleich strukturiert: Früh aus dem Bett, 6:00 Frühstück, 7:00 Abfahrt zur Piste. Danach kommen gut 4 Stunden Schneetraining bis zum Mittagessen, rund um den Athletikblock am Nachmittag gibt’s Zeit für Lernen und Videoanalyse. Nach dem Abendessen und der täglichen Teambesprechung fallen wir dann ins Bett …

 

Was wird trainiert?
Christine: Für uns steht ein intensiver Technikblock an, es wird hauptsächlich Slalom und Riesentorlauf trainiert, aber auch ein paar Tage Super-G.

 

Wie wichtig ist Schneetraining im August?
Christine: Durch Schneetraining im August ist die Vorbereitungsphase vor der Saison länger und man kann sich intensiver mit dem Grundaufbau aber auch mit technischen Feinheiten beschäftigen. Ein so langer Trainingsblock ist während der Saison nicht mehr möglich.
Kerstin: Die neuen Ski sind auch drei Wochen mehr am Schnee, das gibt schnellere Ski für den Herbst.
Elisabeth: Seit ich in Neuseeland bin, weiß ich, dass es sehr wichtig ist, da hier doch einiges weiter geht und super an kleinen, aber wichtigen Fehlern gefeilt werden kann.
Ariane: Und im November stehen ja auch schon die ersten Rennen an …

 

Wie geht’s den Verletzungen?
Christine: Beim Schifahren spüre ich mein Knie nicht mehr, weshalb es mir schon viel leichter fällt voll anzugreifen und zu riskieren. Manchmal fehlt noch ein wenig die Konstanz aber das Selbstvertrauen ist schon wieder voll da.
Nina: Mir geht es sehr gut – besser als erwartet. Derzeit befasse ich mich vor allem mit dem freien Schifahren, gegen Ende des Trainingslagers kann ich dann sicher schon ins normale Training einsteigen.

Elisabeth: Meinem Knöchel geht’s eigentlich schon ganz gut. Noch ein bisschen etwas zu merken ist nach 5 Monaten ganz normal – ich bin sehr zuversichtlich, dass bis Anfang Winter dann alles wieder perfekt läuft!

 

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